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Geschichtliches

Haus zum Ysenhüt
Cunrat Formers Haus, genannt Ysenhüt, befindet sich um das Jahr 1490 im Besitze des Lüti Rechburger. Nach dem Brand von 1586 kommt der Name nicht mehr vor. Hingegen heisst es 1607 "zum Kopf", welche Benennung früher das Nachbarhaus trug.Geschichte der Stadt Klingnau, S. 329, Beitrag von H. Welti

Ein kurzer Überblick zur Geschichte der Stadt Klingnau
Das Wappen der Stadt Klingnau




Als Gründungsurkunde der Stadt Klingnau gilt der Tauschvertrag vom 26. Dezember 1239 zwischen dem Kloster St. Blasien und dem Thurgauer Freiherrn Ulrich von Klingen, in dem die Insel Beznau gegen einen Schotterhügel, der sich ein Stück weiter aareabwärts befindet, getauscht wird. Auf diesem Hügel über der Aare erbaute Ulrich von Klingen Stadt und Schloss.

Die Jahre von 1415 bis 1798 waren durch die Herrschaft der Alten Eidgenossen gekennzeichnet, denen es 1712 gelang, die gesamte bischöfliche Verwaltungstätigkeit zu überwachen. In diese Zeit fiel auch der Brand von 1586, dem die gesamte Oberstadt zum Opfer fiel. Die Stadt wurde danach bis auf wenige Baulücken wieder aufgebaut. Weil viele Häuser damals aus Holz gebaut waren, traten immer wieder Brände auf. Der letzte grosse Brand zerstörte 1883 die Häuserzeile vom "Rebstock" bis zum "Höfli", also auch den Ysenhut.

Betrachtet man die Häuserzeile vom Rebstock bis zum Höfli, so haben diese Gebäude einen ganz anderen Charakter als zum Beispiel die Häuser an der Sonnengasse. Der Grund dafür liegt im Brand von 1883. Sie wurde in der Folge innerhalb einer kurzen Zeitspanne im Stil jener Zeit, des Realismus, wieder aufgebaut. So sind eher grosse Kuben mit strengen Fassaden, den Dachtraufen praktisch auf einer Linie und praktisch gleichen Dachneigungen entstanden.

Die diagonal gegenüberliegende Häuserzeile der unteren Sonnengasse ist aber über eine viel längere Zeitperiode und früher entstanden, man kann fast sagen organisch gewachsen. Deshalb ist dieser Teil viel verspielter. Man findet unterschiedliche Gebäudebreiten, in der Regel schmale Häuser, die Dachtraufen sind auf verschiedenen Höhen und bilden fast eine zinnenartige Silhouette, Dachneigungen und Dachformen sind unterschiedlich.

Ysenhut

Eisenhut Helm:
Der Eisenhut war ein im Hochmittelalter entstandener, schlichter Helmtypus in der Form eines Hutes mit Krempe. Der Eisenhut kam wahrscheinlich im 11. Jahrhundert in Byzanz auf und war zum Teil auch von annähernd konischer Form. Die Helmglocke war komplett von einer breiten, teilweise nach unten gebogenen Krempe umgeben. Der Eisenhut schränkte Sicht und Atmung nicht ein und bot Schutz gegen von oben ausgeführte Angriffe (zB. gegen Säbelhiebe von Reitern oder Wurfgeschosse von Verteidigern einer Festung).



Ysenhut Name:
Lienhart Ysenhut von Heideck, war Drucker, Kartenmacher und Formschneider. Er trat 1464 in die Safranzunft in Basel ein.
Eisenhut, Ulrich 1508-13 Steuermeister, 1516-34 Landammann (mit Unterbrüchen), 1508-35 Vertreter von Appenzell an über 60 Tagsatzungen. Von 1519 an war E. auch in Religionsfragen oft als Schiedsrichter tätig, 1535 vermittelte der Anhänger der Reformation im Grenzstreit zwischen Gais und Oberriet.

Eisenhut Pflanze:
Gattung der Hahnenfussgewächse. Blaue oder gelbe, helmartige Blüten. Enthält giftige Alkolide.



Eisenhut Berg: Hauptgipfel der norischen Alpen, Österreich, 2441 m hoch.



Eisenhut Wappen: Wappen-Druckplatte, rückseitig handschriftlich bezeichnet: Eisenhut; 2. Hälfte 20. Jahrhundert.



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